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Was wir vom Anführer der 300 Spartaner lernen können

Die 4 wichtigsten Führungslehren des Spartanerkönigs Leonidas.

What We Can Learn from the Leader of the 300 Spartans

 

 

 

 

Lesezeit: 3–4 Minuten

 

 

Der Blockbuster „300“ von Zack Snyder ist nicht nur einer der finanziell erfolgreichsten Filme überhaupt, sondern auch bei Soldaten und Behörden sehr beliebt. Natürlich überzeugt 300 vor allem durch die bildgewaltige Geschichte, aber ohne den Anführer Leonidas wären die Spartaner gar nicht erst zu den heißen Thermen ausgerückt.

Damit die Führungsqualitäten des Königs nicht ins Hintertreffen geraten, habe ich die 4 wichtigsten Punkte nachfolgend zusammengefasst:

  1. Unbeugsame Prinzipien
  2. Spartanische Ruhe
  3. Für seine Untergebenen einstehen
  4. Führen im Schwerpunkt 

 

 

 1. Unbeugsame Prinzipien

Als die persischen Botschafter in Sparta eintrafen, um Leonidas die Unterwerfung anzubieten, entstand die berühmte „Das ist Sparta!“-Stelle. Nachdem Leonidas in seiner eigenen Stadt beleidigt und bedroht wurde, stieß er die Perser kurzerhand in einen Abgrund – obwohl Gesandte damals Immunität genossen.

Jeder Anführer sollte sich in Zurückhaltung üben und sein Ego im Griff haben. Aber er sollte genauso gut wissen, wann eine Grenze erreicht ist und klare Linien gezogen werden müssen.

Leonidas’ Prinzipien galten der Freiheit, dem Kriegertum und seiner Liebe zu Sparta und Griechenland. Er riskierte lieber Krieg mit dem damals mächtigsten Heer der Welt, als auch nur eine Sache davon aufzugeben. Genauso sollten wir feste Prinzipien haben, die wir für nichts in der Welt umstoßen würden, selbst wenn es dafür (im metaphorischen Sinne) Krieg geben würde. 

 

 

 

#300 from My Gerard Butler2. Spartanische Ruhe

Als ein Sturm die Kriegsschiffe der übermächtigen Perser an der Küste zerschellen ließ und den Griechen somit einen Vorteil verschaffte, feierten die Spartaner dies mit wildem Kriegsgeschrei. Leonidas selbst blieb jedoch ganz ruhig.

Es wird oft angenommen, dass der Anführer immer am lautesten sein muss, um seine Autorität zu unterstreichen, doch das komplette Gegenteil ist der Fall. Ruhe bedeutet Stärke. Eine selbstsichere Person, die in sich selbst ruht, braucht nicht viel zu sprechen, sondern nur dann, wenn es drauf ankommt. Genau dieser Drang, ständig sprechen und laut sein zu müssen, lässt dich unsicher wirken.

Ein ruhiger Geist ist außerdem besser geeignet, die Umgebung aufzunehmen, nachzudenken und Pläne zu entwickeln.

 

 

 

3. Für seine Untergebenen einstehen

Im Film 300 wird oft verdeutlicht, dass König Leonidas bereit ist, für jeden seiner Männer zu sterben. Auch in einer Szene am Schluss, als fast alle Spartaner schon dem Pfeilhagel zum Opfer gefallen sind, sagt ein sterbender Spartaner: „Mein König … eine Ehre, an deiner Seite zu sterben“, worauf Leonidas antwortet: „Eine Ehre, an deiner Seite gelebt zu haben!“

Ein echter Anführer begegnet seinen Untergebenen auf Augenhöhe. Ja, er ist ihr Vorgesetzter, aber das heißt nicht, dass er sie von oben herab behandeln darf. Nur wer andere mit Respekt behandelt, wird selbst wirklich respektiert. Und wer mit allem für seine Männer einsteht, sogar mit seinem Ruf und seinem Leben, bekommt im Gegenzug auch alles von seinen Untergebenen zurück. 

 

 

 

4. Führen im Schwerpunkt

Mehr als jeder andere Spartaner hätte sich König Leonidas das Recht herausnehmen können, kurz vor der letzten Schlacht zu gehen und jemand anderen seinen Rückzug decken zu lassen.

Trotzdem blieb er bis zum Ende, nicht nur, um den feindlichen König Xerxes zu verwunden, sondern auch, damit die Schlacht in Erinnerung bleibt. Wäre König Leonidas mit dem Rest der Truppen vorher abgezogen, wäre das letzte Gefecht nicht ganz so bedeutsam gewesen und die Griechen hätten sich nicht vereint, um gegen Xerxes zu kämpfen.

Ein guter Führer befindet sich immer im Schwerpunkt, also dem wichtigsten Abschnitt zur Erfüllung des Auftrags. Auch dann, wenn genau dieser Ort am gefährlichsten ist. 

 

 

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Häufige Fragen zu Leonidas und den 300 Spartanern

Wer war Leonidas?

Leonidas war ein König von Sparta. 480 v. Chr. führte er die griechischen Truppen in der Schlacht bei den Thermopylen gegen das persische Heer von König Xerxes und fiel dort mit seinen 300 Spartanern und ihren Verbündeten.

Beruht der Film 300 auf einer wahren Geschichte?

Teilweise. Zack Snyders 300 basiert auf Frank Millers Graphic Novel über die Schlacht bei den Thermopylen. Die Schlacht hat wirklich stattgefunden, der Film erzählt sie aber stark stilisiert.

Was sind die „heißen Tore“?

So lautet die Bedeutung von Thermopylen, dem engen Küstenpass, an dem sich die Spartaner dem Feind entgegenstellten. Der Name geht auf die heißen Quellen zurück, die es dort gibt.

Wofür steht „Das ist Sparta!“?

In 300 ruft Leonidas den Satz, bevor er die persischen Gesandten in eine Grube stößt. Die Szene steht für seine unbeugsamen Prinzipien: Lieber riskiert er einen Krieg, als sich zu unterwerfen.

Was können wir von Leonidas über Führung lernen?

Vier Punkte stechen heraus: unbeugsame Prinzipien, spartanische Ruhe, für seine Untergebenen einstehen und Führen im Schwerpunkt, also dort, wo sich der Erfolg des Auftrags entscheidet.

Warum blieb Leonidas bis zur letzten Schlacht?

Er hätte sich zurückziehen und andere seinen Abzug decken lassen können. Er blieb, damit die Schlacht in Erinnerung bleibt. Ohne sein letztes Gefecht hätten sich die Griechen nicht auf diese Weise gegen Xerxes vereint.

Die 4 wichtigsten Führungslehren des Spartanerkönigs Leonidas.

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