Weshalb Daniel Seibert ein Held ist

Weshalb Daniel Seibert ein Held ist

Am 4. Juni 2009 geriet ein deutscher Spähtrupp bestehend aus 3 Fennek Spähwagen in Afghanistan in einen Hinterhalt. Hauptfeldwebel Daniel Seiberts Zug verteilt sich derweil nur wenige Kilometer entfernt und eilte mit seinen Dingos sofort zur Hilfe.


Nach 7 Minuten war Seibert mit seinen Männern am Ort des Geschehens: „Das Gefecht fand nahe der Ortschaft Basoz statt, aus dem uns die Aufklärer entgegenkamen. Der Spähtruppführer stieg aus dem Fennek aus. Noch heute sehe ich ihn vor mir: Helm auf dem Kopf, Gewehr und Handgranate in der Hand, und er schreit: ,Die sind überall!'“ – erinnerte sich Seibert später. Nachdem seine Fahrzeuge in die Ortschaft einrückten, mussten die Soldaten absitzen, da sie in den engen Gassen nicht richtig wirken konnten. Etwa 10 Aufständische liefen direkt auf die Fahrzeuge zu und wurden von den MG-Schützen, welche auf den Dingos verblieben waren, bekämpft. Hier glänzt der Hauptfeldwebel bereits mit seiner entschlossenen und geistesgegenwärtigen Führung, wobei er jederzeit den Überblick und die Fassung behielt, während RPGs in den Häuserwänden einschlugen und Selbstmordattentäter angriffen. Der Feind hatte offensichtlich nicht mit einem solchen Widerstand gerechnet und begann damit, seine Verwundeten und Toten zu bergen. Als Seibert gerade das weitere Vorgehen mit dem Spähtruppführer spricht, Maßnahmen auf einmal 4 Aufständische in nur 25m Entfernung einen Stellungswechsel vor. Einer von ihnen blieb stehen und eröffnete das Feuer, die Geschosse rissen dem Spähtruppführer den Trageriemen von der Waffe und ein Stück Schuhsohle ab. Ohne zu zögern nahm Seibert seine Waffe in den Anschlag und schaltete den Angreifer aus, der interaktiv ihn und seine Kameraden erschossen hätte. Auf Grund Seiberts hervorragender Führung sowie seinem instinktiven Verhalten während der Duellsituation ist es an diesem Tag zu keinem Ausfällen auf deutscher Seite gekommen. Dafür musste der zahlenmäßig überlegene Feind arg einstecken und den Rückzug antreten. Für seine Taten erhielt Seibert am 22. Januar 2010 das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit.


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