DER NAVY-SEAL, DER 27-MAL ANGESCHOSSEN WURDE (UND ÜBERLEBTE)
In der Nacht vom 6. April 2007 wurde Navy SEAL Sr. Chief Mike Day in ein brutales Feuergefecht mit mehreren Aufständischen verwickelt. Bei einer Routineoperation gegen feindliche Hochwertziele nahe Fallujah im Irak betrat er als erster Mann seines Teams einen ungesicherten, 12 x 12 m großen Raum und geriet sofort unter Feuer. Dabei wurde Day 27-mal getroffen: 11 Schüsse fing seine Körperpanzerung auf, 16 Geschosse drangen in seinen Körper ein und ließen ihn lebensgefährlich verwundet zurück.
„Als ich die Türschwelle betrat, eröffneten sie alle das Feuer auf mich. Es fühlte sich an, als würde mich jemand mit einem Vorschlaghammer zusammenschlagen“, sagte Day. Nur drei Meter von ihm entfernt explodierte dann eine Granate, die ihn bewusstlos werden ließ. Als er etwa eine Minute später aufwachte, gelang es ihm, zwei der Aufständischen mit seiner Pistole zu töten.
„Nachdem ich herausgefunden hatte, dass ich angeschossen worden war, sagte ich: ‚Gott, bring mich nach Hause zu meinen Mädchen.‘ Das war mein erstes Gebet, mein erstes richtiges Gebet zu Gott.“ Als die Kämpfe schließlich aufhörten, sicherte Day den Rest des Hauses und rettete sechs Frauen und Kinder, bevor er aus eigener Kraft zum wartenden Hubschrauber ging, der ihn in Sicherheit brachte.
„Die Leute hören von meiner Geschichte und können sie nicht glauben. Ich war dabei und kann es nicht glauben“, sagte Day. „Mir wurde in beide Beine und Arme geschossen, mein linker Daumen wurde fast amputiert, mir wurde in den Bauch geschossen und ich hatte ein Jahr lang einen Kolostomiebeutel, mein rechtes Schulterblatt wurde zertrümmert, mir wurde zweimal in das Gesäß geschossen, einmal in den Hodensack, und meine Körperpanzerung wurde mehrfach getroffen, was zu Rippenbrüchen und Quetschungen in der Lunge führte.“
Die Genesung war lang und schmerzhaft. Fast zwei Jahre dauerte es, bis Day sich körperlich von seinen Verletzungen erholt hatte. In den ersten zwei Wochen nach dem Gefecht verlor er 25 kg Körpergewicht. Auch heute noch plagen ihn Schmerzen und die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).
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