ALS SOMALISCHE PIRATEN EIN KRIEGSSCHIFF ANGRIFFEN…
Am 5. Mai 2010 wurde das russische Tankschiff Moscow University etwa 500 Seemeilen vor der Küste Somalias von Piraten angegriffen.
Während sich die Besatzung mit Signalpistolen und Wasserwerfern wehrte und der Kapitän versuchte, den Piraten auszuweichen, nahmen diese die Verfolgung auf und beschossen das Schiff mit einer RPG. Nach etwa einer Stunde wurde das 250 Meter lange Schiff so langsam, dass es den Piraten gelang, eine Leiter anzubringen und das Deck zu stürmen. Der Kapitän aktivierte daraufhin ein Notsignal, ließ die Motoren auslaufen und verbarrikadierte sich mit seiner Besatzung im Maschinenraum.
Ein australisches Aufklärungsflugzeug vom Typ AP-3C Orion konnte den Tanker lokalisieren und erkannte die vertäuten Schnellboote als eindeutiges Anzeichen für Piraten. Man stellte eine Verbindung zwischen dem Kapitän des Tankers und dem russischen Zerstörer Marshal Shaposhnikov her, der seinen Kurs änderte und das Schiff nach etwa einem halben Tag erreichte.
Die Piraten, die immer noch nicht in den Maschinenraum gelangt waren, bekamen die Ankunft des Zerstörers mit. Anstatt zu fliehen, beschossen sie einen anfliegenden Aufklärungshubschrauber des Zerstörers, der prompt zurückfeuerte und einen der Piraten tötete. Der Zerstörer gab dann mehrere Warnschüsse in Richtung des Tankers ab, worauf sich die Piraten per Funk meldeten und behaupteten, sie hätten Geiseln genommen.

Die Piraten, die immer noch nicht in den Maschinenraum gelangt waren, bekamen die Ankunft des Zerstörers mit. Anstatt zu fliehen, beschossen sie einen anfliegenden Aufklärungshubschrauber des Zerstörers, der prompt zurückfeuerte und einen der Piraten tötete. Der Zerstörer gab dann mehrere Warnschüsse in Richtung des Tankers ab, worauf sich die Piraten per Funk meldeten und behaupteten, sie hätten Geiseln genommen.
Als per Funk bestätigt wurde, dass die gesamte Besatzung im Maschinenraum in Sicherheit war, setzten etwa 25 russische Marineinfanteristen mit Schnellbooten zum Tanker über, während der Zerstörer Deckungsfeuer gab. Nach einem kurzen Feuerkampf gaben die Piraten auf und wurden festgenommen, sodass die 23 Besatzungsmitglieder den Maschinenraum verlassen konnten.

Zuerst war geplant, die Piraten in Russland vor Gericht zu bringen. Da es damals aber noch keine einheitliche Gesetzeslage für diese Gewässer gab, entschied man sich in Moskau, sie gehen zu lassen. Ohne Waffen und Navigationsgeräte wurden sie zurück auf eines ihrer Boote gebracht und etwa 300 Meilen von der somalischen Küste entfernt freigelassen. Nach einer Stunde verschwanden sie jedoch vom Radar, was „bedeuten könne, dass sie tot seien“, wie ein russischer Sprecher sagte.

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