5 ALPHA-EIGENSCHAFTEN AUS DER BUNDESWEHR
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Bei der Bundeswehr hatte ich die einzigartige Möglichkeit, großartige Anführer mit absolutem Alpha-Mindset zu treffen – und noch wichtiger: von ihnen zu lernen.
Da dieses Wissen nur selten offen gelehrt wird und so oft Missverständnisse entstehen, möchte ich dir einige dieser Alpha-Eigenschaften erklären.
Nutze das Wissen verantwortungsvoll.
1. Sei ruhig
Ruhe bedeutet Stärke.
Was viele nicht verstehen: Ruhe und Gelassenheit bedeuten nicht gleich Schwäche. Die lauteste Person im Raum ist selten auch die mit dem höchsten Selbstbewusstsein. Ein „Alpha“ muss sich nicht profilieren. Er muss nicht zwanghaft alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen, denn er weiß um den Vorteil der scheinbaren Zurückhaltung.
Lass lieber Taten für dich sprechen statt Worte. Taten sprechen lauter, als man Worte je schreien könnte.
2. Arbeite extrem hart
Alpha-Anführer arbeiten extrem hart. Doch nicht nur für sich selbst – sie denken über den Horizont hinaus.
Sie arbeiten der übergeordneten Führung und der gesamten Einheit zu und übernehmen so Aufgaben weit über ihrer Gehaltsklasse.
Weiterbildungen organisieren, hilfreiche Anleitungen schreiben: Das alles wird nicht selten außerhalb der Rahmendienstzeit oder sogar von zu Hause aus erledigt.
Sie geben mehr als viele andere – werden aufgrund ihrer Leistungen aber auch mehr respektiert als die meisten anderen.
Wie weit man dafür gehen will, muss jeder für sich selbst wissen.
3. Respektvoller Umgang
Man könnte denken, dass ein Alpha-Anführer einfach in jedes Büro reinmarschiert, nicht zum Grüßen oder Melden verpflichtet ist und sich sowieso jederzeit nimmt, was er will. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Denn so ein Verhalten ist nicht nur unmilitärisch und respektlos, man reißt damit auch unnötig Brücken ein, die man später noch gebrauchen könnte. Selbst wenn du gewisse Kameraden nicht persönlich magst: Du weißt nie, wann du doch mal auf sie angewiesen bist. Also: Warum Feinde machen, wenn man Freunde haben kann?
4. Übernimm Verantwortung
Wie oft ist es gerade in der Bundeswehr passiert, dass perfekt ausgeplante Vorhaben kurzfristig zerschossen wurden? Durch fehlendes Material, falsche Versprechungen, Missverständnisse oder einfach nur mangelnde Arbeitsmoral anderer.
Das ist nicht die Schuld dieser Anführer – aber trotzdem ihr Problem. Und deshalb sind sie verantwortlich dafür, eine Lösung zu finden.
Deshalb wirst du nie erleben, dass sich ein Alpha dieser „Niederlage“ einfach so hingibt. Er beschwert sich vielleicht kurz, macht sich dann aber daran, aus der neuen Situation das Bestmögliche zu machen. Er verschwendet keine Zeit mit dem Versagen anderer, solange er keinen unmittelbaren Einfluss darauf hat.
5. Gestehe Fehler ein
Ich habe einmal ein falsch ausgefülltes Dokument zu einem befreundeten Zugführer zurückgebracht, mit der Frage, was da los war. Er sah sich den Fehler an und sagte: „Das war der Mannschafter …“, stockte dann aber mitten im Satz und sagte: „Es war mein Fehler. Ich hätte es kontrollieren sollen.“
Es war nur ein kleiner Fehler. Der erfahrene Führer hätte einfach sagen können, das Dokument sei von seinem Mannschafter ausgefüllt worden und er habe damit nichts zu tun. Es entsprach ja der Wahrheit.
Doch das tat er nicht. Er hat überlegt, was er hätte besser machen können, um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Denn er ist der Führer. Er ist verantwortlich. Und er wird dafür sorgen, dass so etwas nicht nochmal passiert, so überschaubar der Fehler auch sein mag.
Viel Erfolg da draußen!
Shughart
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