5 DINGE, DIE ICH VON DER BUNDESWEHR GELERNT HABE
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1. Bereite ALLES vor
In der Bundeswehr bereiten wir ALLES vor. Jede Kleinigkeit, die verpackt, vorbereitet oder einfach nur griffbereit hingelegt werden kann, wird sofort erledigt.
Der Vorteil:
Wir sind startklar, egal was kommt. Alles liegt bereit, jeder Handgriff sitzt, jeder weiß, was er zu tun hat. Selbst bei unvorhersehbaren Ereignissen hält sich das Chaos dadurch in Grenzen und wir sparen wertvolle Sekunden.
Zudem fühlt es sich wesentlich besser an, wenn man weiß, dass alles erledigt wurde. Der Kopf ist frei für andere Dinge.
2. Mehr sein als scheinen
Fast jedes Mal fällt mir auf, dass die Menschen in der Bundeswehr, die am meisten draufhaben, gleichzeitig am ruhigsten sind.
Insbesondere Spezialkräfte oder andere Kameraden, die schon viel Erfahrung in Einsätzen oder besonderen Lehrgängen gesammelt haben, prahlen überhaupt nicht damit. Ganz im Gegenteil: Sie bleiben außerhalb des Rampenlichts, geben ihre Erfahrungen an den richtigen Stellen weiter und machen einfach nur ihren Job. Stille Profis.
Und genau damit verschaffen sie sich noch mehr Respekt.
3. Pünktlichkeit
Ein guter Soldat ist eher 20 Minuten zu früh als nur eine Minute zu spät.
Als Jugendlicher war ich extrem undiszipliniert und unpünktlich. Bei der Bundeswehr habe ich gelernt, dass es nicht nur auf diese eine Minute Verspätung ankommt, sondern auf das gesamte Mindset.
Ich stehe rechtzeitig auf, egal wie früh der Wecker klingelt. Ich nehme meine Aufgaben in Angriff und erledige sie pünktlich. Und ich lasse keinen Kameraden im Stich, der auf mich warten muss, weil ich mal wieder sinnlos Zeit verschwendet habe.
Es gibt eine klare Linie zwischen „Das Leben in Angriff nehmen“ und „Das Leben halt einfach so passieren lassen“. Jederzeit pünktlich zu sein, ist ein verdammt guter Anfang.
4. Du musst den Sinn nicht sofort verstehen
Manchmal passieren Dinge, die einem sinnlos erscheinen. Situationen, in denen man einfach keinen Mehrwert sieht und sich nur noch wegwünscht.
Das beste Beispiel dafür ist, wenn man 40 Minuten lang bei Minusgraden eine Stellung aushebt, nur um dann vom Gruppenführer zu hören, dass „wir“ die Stellung doch woanders bauen müssen.
Doch rückblickend haben mir all diese Aktionen immer eine wertvolle Lektion erteilt. Und sei es nur, seine Emotionen (Wut/Frust) zu kontrollieren und das langfristige Ziel anzuvisieren.
Du hast nur zwei Möglichkeiten: Akzeptiere es, wie es ist – oder sei dankbar für die Erfahrung, setze deine Ziele neu und sorge dafür, dass du nie wieder in so eine Situation kommst.
5. Es ist okay, stolz auf sein Land zu sein
In unseren Kasernen und Liegenschaften wird jeden Morgen die Flagge gehisst und jeden Abend eingeholt. Sehen wir das, stehen wir bis zum Ende still und salutieren in Richtung des Flaggenmasts. Mich überkommt dabei jedes Mal ein leichtes Gefühl von Nationalstolz.
Das hat aber nichts mit Rassismus oder Ausgrenzung zu tun. Es bedeutet einfach nur, dass man die Freiheit dieses Landes sowie die Menschen, die dafür Opfer gebracht haben, respektiert und wertschätzt.
Und das ist vollkommen in Ordnung so.
Viel Erfolg da draußen!
Shughart
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