SOLDAT VERTEIDIGT TEAM GEGEN 100 TALIBAN

Über 100 Feinde griffen das knapp 40 Mann starke Team an, das an einem Compound in Stellung gegangen war. Das gegnerische Feuer war so stark, dass die Soldaten immer wieder zurückgedrängt wurden und Temple Luftunterstützung anfordern musste. Kampfhubschrauber, Kampfjets, AC-130s und bewaffnete Drohnen kreisten über dem Schlachtfeld. Der Combat Controller koordinierte sie teilweise gleichzeitig im Luftraum und wies ihnen Ziele zu. Als plötzlich ein Kamerad durch einen Scharfschützentreffer zu Boden ging, zog Temple ihn vom Dach und trug ihn allein zum Rettungshubschrauber, während überall um sie herum feindliche Geschosse einschlugen. Anschließend blieb er allein an der Landezone, um den Kameraden, die den Bereich mit ihm gesichert hatten, Deckungsfeuer zum Ausweichen zu geben.
Nachdem der Luftwaffensoldat zurückgekehrt war, hörten die Soldaten im abgehörten Feindfunk plötzlich „Nehmt die Amerikaner lebendig gefangen“ und kurz darauf Feindbewegung in nur 40 m Entfernung. Geistesgegenwärtig ließ Temple den Nahbereich daraufhin von gerade verfügbaren F-16-Kampffliegern mit Geschossen eindecken und brachte den Angriff damit zum Erliegen. Noch über 2 Tage sollten die Taliban versuchen, an die Spezialkräfte heranzukommen, doch anstatt auszuweichen, ließen sich die Amerikaner Munition nachführen.
Am Ende des Einsatzes hatte Temple die Angriffe von 28 Kampfhubschraubern sowie 20 Kampfjets, AC-130 und Drohnen koordiniert. Bei den insgesamt 26 Gefechten ließ er 75-mal im Nahbereich (Danger Close) wirken und hielt so die zahlenmäßig überlegenen Feinde auf, die auf die Spezialkräfte angesetzt waren. Aus den Berichten geht hervor, dass Temple durch sein aggressives und zugleich koordiniertes Vorgehen 38 Kameraden vor Tod oder Gefangennahme bewahrt hat, weshalb er mit dem Air Force Cross ausgezeichnet wurde.
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