WESHALB GANZ FRANKREICH DIESES ELITE-SOLDATEN GEDENKT
Maxime Blasco war ein Soldat der französischen Elite-Gebirgsjägereinheit „Groupement de Commandos de Montagne“, der für die Rettung von Kameraden ausgezeichnet wurde und vor 5 Tagen im Kampf gegen den Terror fiel.
Vor seinem Tod nahm der Scharfschütze seit 2014 regelmäßig an den Operationen SANGARIS und BARKHANE teil, deren Ziel es war, islamistische Terrororganisationen direkt an ihrem Rückzugsort in Afrika zu bekämpfen. Für seine außergewöhnliche Tapferkeit bei zahlreichen Einsätzen wurde er viermal mit dem französischen Militärverdienstkreuz ausgezeichnet.
Sein erstes Tapferkeitskreuz erhielt er für einen nächtlichen Angriff auf 5 Terroristen, die sich in einem Haus verschanzt hatten. Blasco stürmte als erster Mann in das Gebäude und schaffte es durch sein professionelles und selbstsicheres Vorgehen, vier der Islamisten allein festzusetzen. Später infiltrierte er mit seiner Einheit ein feindliches Waffendepot und schaltete zahlreiche Wachen aus, was ihm das zweite Tapferkeitskreuz einbrachte.
2018 wurde der Caporal-chef als Bordschütze auf einem Gazelle-Hubschrauber eingesetzt, wo er Aufklärungsergebnisse über die Position des Feindes lieferte, zahlreiche Feindkräfte in einem Waldstück bekämpfte und einen anrückenden Fahrzeugkonvoi zerschlug. Hierfür wurde er zum dritten Mal ausgezeichnet.
Auch sein viertes Tapferkeitskreuz erhielt er als Bordschütze. Blasco geriet in einen Feuerkampf mit 30 Aufständischen, die einen Hinterhalt gelegt hatten. Der Hubschrauber erlitt schwere Treffer und musste notlanden, wobei ein Feuer ausbrach und zwei Besatzungsmitglieder eingeschlossen wurden. Trotz seiner eigenen schweren Verletzungen, mehrerer Wirbelbrüche und des lodernden Feuers befreite Blasco seine Kameraden aus der Hubschrauberzelle, schleppte sie 50 m weit auf eine Freifläche und positionierte sie auf den Behelfsplätzen an der Außenseite eines Tiger-Angriffshubschraubers.
Dabei lag er die ganze Zeit unter Feindfeuer und musste sich und seinen Kameraden allein Deckungsfeuer geben. Durch sein Handeln konnte die Besatzung evakuiert werden und überlebte.
Am 24. September 2021 nahm Blasco an einer Aufklärungsmission in Mali teil, bei der eine mutmaßliche Terrorgruppe festgesetzt werden sollte. Während der Annäherung durch die dichte Vegetation eröffnete plötzlich ein nur wenige Meter entfernter Heckenschütze das Feuer und traf den französischen Kommandosoldaten am Kopf. Seine Kameraden erwiderten das Feuer und schalteten alle Feinde aus, konnten Blasco jedoch nicht mehr retten.
Maxime Blasco fiel im Alter von 34 Jahren. Er hinterlässt eine Frau und einen Sohn. Bei seinem militärischen Begräbnis standen Hunderte Menschen Spalier und erwiesen dem Soldaten ihren Respekt.
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