SIMO HÄYHÄ – DER WEISSE TOD
Simo Häyhä – der erfolgreichste Scharfschütze der Geschichte
Simo Häyhä war ein finnischer Scharfschütze während des Winterkriegs 1939–1940 und gilt als der erfolgreichste Scharfschütze aller Zeiten. Mit über 500 bestätigten Abschüssen wurde er von den feindlichen Soldaten der Roten Armee als „Der Weiße Tod“ bezeichnet. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten und seine präzise Vorgehensweise machten ihn zur gefürchteten Legende Finnlands.
Mosin Nagant – die Waffe des Weißen Todes
Simo Häyhä nutzte eine finnische Version des russischen Repetiergewehrs Mosin Nagant. Um ein kleineres Ziel abzugeben, zielte er über Kimme und Korn statt mit einem Zielfernrohr, bei dem er den Kopf höher hätte halten müssen. Außerdem beschlugen Zieloptiken im Winter schnell und reflektierten das Sonnenlicht, was die Position des Scharfschützen verraten hätte. Zu seiner Taktik gehörte es, Schnee anzuhäufen, der ihm als Stellung diente und ihn im weißen Tarnanzug praktisch unsichtbar machte. Er nahm auch Schnee in den Mund, damit sein Atem bei Temperaturen von bis zu -40 °C nicht sichtbar wurde. Simo wusste das Gelände für sich zu nutzen und war ein begabter Skiläufer.
Zusätzliche Erfolge mit der Suomi M-31
Neben seiner primären Waffe, dem Mosin Nagant, führte Häyhä als Truppführer auch die Maschinenpistole Suomi M-31. Diese Waffe brachte ihm weitere 200 Abschüsse. Damit stieg die Gesamtzahl seiner getöteten Feinde auf etwa 700. Mit seiner Präzision und Ausdauer verdiente er sich den Ruf als „Der Weiße Tod Finnlands“.

Simo Häyhäs Verwundung und Kampf ums Überleben
Am 6. März 1940 erlitt Simo Häyhä eine schwere Verletzung durch ein feindliches Sprengstoffprojektil, das ihn am Unterkiefer traf. Da man ihn für tot hielt, wurde er auf einen Leichenhaufen gelegt. Ein Soldat bemerkte ein Bein, das aus dem Haufen zuckte, und fand Häyhä lebend („die Hälfte seines Gesichts fehlte“). Nach der Genesung hätte Simo gerne am weiteren Kriegsverlauf teilgenommen, was ihm wegen seiner Verletzungen jedoch nicht gestattet wurde.

Das Vermächtnis des Weißen Todes
Der Scharfschütze erholte sich vollständig und lebte nach dem 2. Weltkrieg als Landwirt nahe der russischen Grenze. Er blieb stets bescheiden und verzichtete darauf, mit seinen Kriegserfolgen zu prahlen. Im Jahr 2001 wurde er gefragt, ob er Gewissensbisse habe, so viele Menschen getötet zu haben. Er antwortete: „Ich habe getan, was mir aufgetragen wurde, so gut ich konnte. Es gäbe kein Finnland, wenn nicht alle anderen das Gleiche getan hätten.“ Er starb ein Jahr später im Alter von 96 Jahren.
Das Vermächtnis von Häyhä lebt bis heute weiter. Inspiriert von seiner Geschichte ist aktuell der Film „Simo Hayha - The White Death“ in Produktion, der sein Leben und seine Erfolge auf die Leinwand bringt.
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