VOM KATASTROPHENOPFER ZUM EHRENABSOLVENTEN DER MILITÄRAKADEMIE
Das Bild von Alix Idrache bei seiner emotionalen Abschlusszeremonie in West Point ging um die Welt. Durch harte Arbeit hat er sich selbst den „amerikanischen Traum“ erfüllt.
Alix war in einem Slum in Haiti aufgewachsen, wo er nach einem schweren Erdbeben zum ersten Mal US-Soldaten begegnete, die Katastrophenhilfe leisteten. Schon damals begeisterten ihn das Auftreten und die moderne Ausstattung der Soldaten, die ihm in den armen Verhältnissen Hoffnung gaben. Die Situation in Haiti wurde untragbar. Nach jahrelangen Versuchen schaffte es Alix' Vater, in die Vereinigten Staaten auszuwandern. Nach einigen Jahren konnte er seine Familie nachholen, doch auch Alix musste sich die amerikanische Staatsbürgerschaft erst verdienen. Deshalb trat Alix den US-Streitkräften bei. Trotz seines Mangels an formaler Bildung schaffte er es, an der US Military Academy in West Point (eine der renommiertesten Hochschulen der Vereinigten Staaten) unter den 5 % der besten Absolventen abzuschließen.
„In diesem Moment war ich von Emotionen überwältigt. Drei Dinge kamen mir in den Sinn und führten zu diesen Tränen. Erstens, wo ich angefangen habe. Ich komme aus Haiti und hätte mir nie vorstellen können, dass mir eines Tages eine solche Ehre zuteil werden würde. Das Zweite ist, wo ich bin. Männer und Frauen, die das Wesen des Menschseins bewahrt haben, standen an dieser Stelle und legten denselben Eid ab. (…) Das Dritte ist meine Zukunft. Kurz nach meinem Urlaub werde ich mich bei Fort Rucker melden, um die Flugschule zu beginnen. Zu wissen, dass ich eines Tages Pilot sein werde, macht mich sehr demütig.“
In einer Armee wie der Bundeswehr bekommt man nicht nur ein Dach über dem Kopf und eine sichere finanzielle Vergütung, sondern auch eine Richtung, eine Gemeinschaft, ein Ziel. Spätestens hier lernt man grundlegende Dinge wie Pünktlichkeit, Disziplin und ordentliches Auftreten, um ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu werden (auch wenn das wegen der knappen Ausbildungszeit leider immer öfter zu kurz kommt).
Wir dürfen nie vergessen, wie wichtig eine Einrichtung wie die Bundeswehr für unser Land ist, und sollten ihre Werte und Normen niemals verfallen lassen, sondern eher noch fördern (Wehrpflicht, Ausrüstung, Ausbildungszeit).
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