JTAC RETTET SEIN TEAM MIT 50 % AUSFÄLLEN
Als sich SSgt Richard B. Hunter zusammen mit Spezialkräften durch Kunduz bewegte, um ein Versteck der Taliban anzugreifen, geriet das Team plötzlich in ein Kreuzfeuer aus Handfeuerwaffen und Granaten. Während des darauffolgenden Ausweichens nahm Hunter freiwillig die Position des letzten Mannes ein, um den Rückzug zu decken und seine Kameraden vor feindlichem Feuer zu bewahren.
Am 2. November 2016 hatten die Special Forces einen Rückzugsort der Aufständischen ins Visier genommen und bogen gerade in eine enge Gasse in der Nähe des Angriffsziels ein. Was sie nicht wussten: Der Feind war ihnen zuvorgekommen und hatte schwere Maschinengewehre in Stellung gebracht, die gleichzeitig das Feuer auf die Patrouille eröffneten und mehrere Verwundete forderten. Als Hunter sah, wie seine Kameraden zu Boden gingen, sprintete er nach vorne, stellte sich vor die Verletzten und unterdrückte den Feind mit seinem Sturmgewehr.
Nachdem das Team die Verwundeten aufgenommen hatte und nach hinten auswich, ging der JTAC erneut freiwillig als letzter Mann, um seinen Brüdern Deckungsfeuer zu geben. Die Aufständischen setzten den Spezialkräften nach, weshalb sich Hunter immer wieder umdrehte und den Luftfahrzeugen präzise Angaben zum Wirken gab, ohne sich vom Feindfeuer beeindrucken zu lassen. Einige 105-mm-Geschosse aus der berüchtigten AC-130 lenkte er dabei auf 13 bis 20 Meter hinter das eigene Team, obwohl der Danger-Close-Bereich wegen der enormen Sprengwirkung bereits bei 190 Metern beginnt.
Anschließend sicherte er zusammen mit 4 Kameraden einen Compound, nur um kurz darauf Hilferufe von der Straße zu hören und einen Verwundeten unter Feindfeuer 30 Meter weit in Sicherheit zu tragen. In den insgesamt 8 Stunden Feuerkampf befand sich Hunter immer an der gefährlichsten Stelle des Teams, um seinen Kameraden die beste Feuerunterstützung zu geben. Selbst als das Team bei Tageslicht exfiltrierte, war er derjenige, der auf die ungeschützte Freifläche lief, um die Landezone zu markieren.
Hunters selbstloses, mutiges und professionelles Handeln rettete das Leben von 57 Soldaten, wobei 27 Aufständische getötet wurden.
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