MACHETENANGRIFF AM LOUVRE-MUSEUM IN PARIS
Drei französische Soldaten sichern eine Einkaufspassage am berühmten Louvre-Museum, zu ihren Füßen der verwundete Islamist, der sie Momente vorher mit einer 40 cm langen Machete angegriffen hatte. Allein ihr schnelles Handeln konnte Schlimmeres verhindern. Frankreich wurde zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahren regelmäßig von Terroranschlägen heimgesucht.
Seit 2012 verging in Frankreich kein Jahr ohne islamistisch motivierte Attentate. Auch Soldaten wurden zur Zielscheibe der selbsternannten Gotteskrieger. Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo und der Geiselnahme an der Porte de Vincennes im Frühjahr 2015 (17 getötete Menschen) rief Frankreich die höchste Terrorwarnstufe aus und mobilisierte 10.000 Soldaten im Inland. Das sollte sich als gute Entscheidung erweisen, denn die eingesetzten Soldaten verhinderten mehrere Terroranschläge.
So auch am 3. Februar 2017, als sich Abdullah Reda al-Hamamy mit zwei 40 cm langen Macheten und mehreren Spraydosen im Rucksack Zutritt zum Louvre-Museum verschaffen wollte. Im Carrousel du Louvre, einer unterirdischen Einkaufspassage direkt am Museum, halten ihn 4 Soldaten auf und fordern ihn auf, seinen Rucksack zu öffnen. Daraufhin geht der bis dahin unauffällige Tourist aus Dubai mit einer Machete auf die Soldaten los.
Diese versuchen zuerst, die Lage ohne Schusswaffen zu lösen, und weichen den Hieben des Islamisten aus. Ein Soldat stolpert jedoch, fällt zu Boden und muss den Angreifer mit Tritten auf Distanz halten, worauf sein Kamerad das Feuer eröffnet und den 29-jährigen Ägypter im Bauchbereich trifft. Da der erste Schuss keine Mannstoppwirkung zeigt, folgen weitere Schüsse, und erst nach 4 bis 5 Treffern im Oberkörper liegt der Islamist kampfunfähig am Boden. Während Sicherheitskräfte den gesamten Louvre abriegeln, wird der schwerverletzte Angreifer in ein Krankenhaus gebracht. Der Notarzt, der dort später al-Hamamys Gesundheitszustand überwacht, ist zufällig ein enger Freund des Satiremagazins Charlie Hebdo und gehörte damals zu den ersten Rettungskräften, die am Anschlagsort um das Leben der Opfer kämpften.
In Gedenken an alle Opfer des Terrorismus.
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